Systemische Geschichtswerkstatt

Endlich wollen wir hier auf ein sehr besonderes, großartiges Projekt hinweisen, das Tom Levold auf seinem Blog zur Verfügung stellt und das sicher auch bald auf weiteren Plattformen der systemischen Dachverbände zu finden sein wird. Er schreibt auf seiner Seite: „Die Systemische Geschichtswerkstatt ist eine private Arbeitsgruppe, zu der sich Kurt Ludewig, Annie Michelmann, Wolf Ritscher, Wilhelm Rotthaus und Gisal Wnuk-Gette und ich 2014 zusammengefunden haben. Ausgangspunkt war unsere Erfahrung als DozentInnen an vielen systemischen Weiterbildungsinstituten, dass Namen und Daten aus der Geschichte des systemischen Ansatzes, die in den 80er und 90er Jahren eine große Rolle gespielt haben, heute schon relativ unbekannt sind und deren Vermittlung in der Regel auch keinen besonderen Stellenwert in den Curricula der Weiterbildungsinstitute hat. Insofern lässt sich von einer gewissen Geschichtsvergessenheit sprechen, die vielleicht auch durch die Fokussierung des systemischen Ansatzes auf die Gegenwart und Zukunft verstärkt wird.“

Einfach ausprobieren und staunen, wo man landet. Was einen sucht, wenn man anfängt zu finden:

http://systemagazin.com/systemische-geschichtswerkstatt/

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Ein weiter Blick - zur Tagung der DGSF

Bericht von der Jahrestagung der DGSF vom 20.-22.09.2018 an der Uni Oldenburg

Die diesjährige Tagung der DGSF trug den Titel “Ich, Du und die anderen… Selbstorganisation, Selbststeuerung und die Frage nach dem Sinn. Sie fand in einem wie ich fand sehr schönen Rahmen in der Uni Oldenburg statt und wurde vom Center für lebenslanges Lernen (C3L) an der Uni Oldenburg ausgerichtet. Dabei wurde der Blick wirklich weit: historisch zurück zur Verbindung systemischen Denkens mit vielen anderen therapeutischen Wurzeln und Theorien, in die Zukunft mit Fragen des Wozu systemischen Denkens und auffallend häufig mit einer Verbindung zu evolutionsbiologischen Fragestellungen und Antwortversuchen. In die Weite der Philosophiegeschichte. Der Bindungsforschung und wieder und wieder zu ethischen Fragestellungen. Besonders die Beiträge von Jürgen Kriz, Ariadne von Schirach, Claus Eurich und Tom Levold eröffneten Zugänge zur Verbindung unterschiedlichster Ansätze. Die Genauigkeit, mit der Tom Levold systemische Grundbegriffe rund um die Konzepte der Autopoiesis und weiterer Ansätze neu fasste und von dem Unterschied was er “Systemkitsch” nannte, war sehr beeindruckend.

In der Verbindung von systemischem Denken, Achtsamkeitspraxis und ACT durfte ich einen Workshop anbieten zu Akzeptanz als Praxis (besonders mit dem Aspekt der Vergänglichkeit und Wandlung dessen, was wir manchmal “Selbst” nennen) und eine kleine Ehrerbietung an die Liebe, was aufregend und schön zugleich war und eine Möglichkeit ein wenig von dem, was uns hier am Herzen liegt, auch auf einer Tagung mit einzubringen.

Wenn ihr Zusammenfassungen der Referent*innen der Hauptvorträge sehen wollt: hier geht es zum youtube-Kanal zur Tagung.

Die nächsten Jahrestagungen finden statt am:
19.-21.09.2019 in Hamburg
10.-12.09.2020 in Heidelberg